Kürzlich wurde an der Berufsbildenden Schule Nienburg mit Direktkandidaten zur Bundestagswahl diskutiert. Leider sind nur die Kandidaten der Parteien eingeladen worden, die bereits im Bundestag sind. Wir Freien Wähler hätten uns auch sehr gern beteiligt liegen wir doch bei uns in Niedersachsen lt. Allensbach seit Dezember mit 4.2% bereits leicht vor der FDP und sogar deutlich vor der Linken. Damit haben wir nicht nur über die zu erwartenden Direktmandate sehr gute Chancen in den nächsten Bundestag zu kommen. Wenn es nicht so traurig wäre, dann wäre es komisch dass einmal mehr genau die Parteien, die uns in den vergangenen 20 Jahren in die Misere hineingeritten haben, nicht müde werden – wieder einmal – anzukündigen, was sie plötzlich alles tun und zukünftig besser machen wollen. Das glaubt doch keiner mehr und deswegen haben wir jetzt zusätzlich zu den katastrophalen Entwicklungen auf nahezu jedem Themengebiet auch noch ein eklatantes Extremismusproblem dazu. Das scheint aber überhaupt nicht zur Sprache gekommen zu sein! Will man den Bürgern, die sich buchstäblich zur AfD geflüchtet, haben also weiterhin offen ins Gesicht sagen: „Ihr seid uns völlig egal“? Das ist weder demokratisch finden noch hat sich dieses Vorgehen als zielführend erwiesen. Immerhin haben sowohl nationalsozialistische als auch kommunistische Parolen schon seit längerem stetigen Aufwind. Es ist dringendst vonnöten, dass dagegen etwas getan wird und zwar jetzt und nicht erst, wenn wir uns noch weiter in Richtung Kriegseskalation bewegt haben. Dass die fünf Parteien, die in dieser Diskussionsrunde vertretenen waren, es entweder nicht wollen oder nicht können, den für viele unerträglich gewordenen Zustand zu ändern, haben sie hinreichend bewiesen. Liebe Mitbewerber, liebe Wähler, der Ist-Zustand unseres Landes ist nicht vom Himmel gefallen sondern das Ergebnis der Unfähigkeit (oder Unwilligkeit!) genau dieser fünf Parteien zu rationaler und gleichzeitig ethisch vertretbarer Politik. Ich halte die Teilnehmerauswahl daher für einen Fehler und stehe im Austausch mit der BBS, damit dies hoffentlich künftig anders gehandhabt wird und auch Parteien dabei sind, die eine tatsächliche Perspektive für konstruktive Erneuerung und einen deutlichen Wechsel bieten. Glaubwürdigkeit ist das Stichwort. An ihr fehlt es leider allen hier zu Wort gekommenen Parteien.
Die angehängte Grafik gern auch übernehmen wenn das geht, ich hätte aber gern das aktuelle Foto dazu, nicht dieses alte in hellblond so seh ich ja aktuell nicht aus. Was wir digital unters Volk bekommen müssen wir nicht drucken lassen und es macht keinen Müll.